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Danseys Pass - Christchurch
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5.12. - Radlertreffen im Shuttle, 17 km
Über Nacht hat es zu regnen begonnen. Es ist weiter kalt. Sebs Knie schmerzt sehr, an fahren ist nicht
zu denken. Der Campingplatzbesitzer erkundigt sich nach einem Shuttle und glücklicherweise fährt
eines gegen Mittag von Oamaru nach Mt. Cook. Wir radeln also zur Hauptstraße nach Duntroon, etwa 14 km.
Dabei sehen wir, dass es in den Bergen bis runter auf ca. 600m frisch geschneit hat. Die Passüberquerung
gestern wäre heute nicht möglich. In Duntroon wärmen wir uns im dortigen "Pink Café". Im
Shuttle treffen wir dann zwei weitere Radler, Christian aus Frankreich und Katherine aus Schottland. Ist halt
keine Radelwetter. Der Fahrer erzählt uns viel über die Gegend und macht kurze Fotostops. Eigentlich
wollten wir nur bis Omarama, aber das Wetter lädt nicht zum Zelten ein. Also weiter bis Twizel zusammen
mit Katherine, die dort schon im Backpacker gebucht hat. Dies ist eine große Anlage noch aus den Zeiten
der Erbauung der Kanäle und Stauseen. Auch für uns ist noch ein Zimmer frei. Abends im Pub gibt es
schon wieder leckeres Speight´s.
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6.12. - Mount Cook ruft, 70 km 3D-Ansicht
Der Nikolaustag hält strahlenden Sonnenschein und ... keinen Wind ... parat. Leider kann Seb immer noch
kaum laufen. Wir beschließen, dass er nach Christchurch mit dem Bus fährt, um dort gegebenenfalls
einen Arzt aufzusuchen. Ich radele weiter und wir wollten uns dann auf dem Weg zum Arthurs Pass in ein paar
Tagen treffen. Der tiefblaue Himmel gibt einen herrlichen Kontrast zu den frisch beschneiten Bergen und so
radele ich in einer Traumkulisse Richtung Mount Cook. Als dann noch der azurblaue Lake Pukaki ins Bild kommt,
ist der Radlertraum perfekt. Immer dichter komme ich in die Berge. In Glentanner treffe ich Christian, der
gestern bis Mt. Cook gefahren war. Nach einem Plausch radle ich weiter und stelle mein Zelt in Mt. Cook auf dem
kleinen Zeltplatz auf. Nach einer reichlichen Mahlzeit mache ich mich auf Richtung Hooker Gletscher. Die
Wanderung zur Müller Hut ist aufgrund des Schnees zu gefährlich. Bei strahlendem Sonnenschein wird es
ein angenehmer Spaziergang. Im Gletschersee sind diesmal nur sehr wenige Eisberge zu sehen, Die Berge mit
vielen Lawinenabgängen umso beeindruckender. Zurück auf dem Zeltplatz treffe ich Tom, einen
Deutschen, der neben mir zeltet. Er wandert verschiedene Tracks in ganz Neuseeland. Wir gehen abends in das Pub
(wohin auch sonst) und genießen die Ausblicke und das Bier.
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7.12. - Ein Hungerast und noch ein See, 109 km 3D-Ansicht
In Mt. Cook nieselt es, nach einmal "Zwei-Minuten-Nudeln" mache ich mich in voller Regenkleidung auf den
Weg. Es rollt herrlich leicht bergab. Nach zehn Kilometern klart es auf, so dass ich mich einiger Sachen
entledigen kann. Weiterhin rase ich mit 30-40kn/h die Straße entlang. Das Gefälle ist kaum sichtbar,
ich habe es aber gestern aufwärts gemerkt. Im Verlauf kommt leichter Wind auf. Zurück auf dem Highway
fülle ich an der Touristeninformation am Lake Pukaki meine Trinkflaschen auf. Essen will ich erst in ein
paar Kilometern oben am Hydrokanal. Doch schon an den Hügel am See muss ich mich etwas quälen. Ich
biege auf den Scenic Drive ab, um zum Kanal zu kommen. Hier begegnen mir einige Radler. Es besteht also
Hoffnung, in Tekapo welche zu treffen. Der Anstieg hoch zum Kanal bringt mich dann an die Grenze. Ich muss
Tribut zollen, dass ich unterwegs kaum gegessen habe und bin völlig unterzuckert. Dabei denke ich an Jan
Ullrich, der weiß wie das ist, bloß hier zieht kein Pantani weg. Irgendwie komme ich oben an und
falle über mein Toastbrot her. Die Butter und Erdnussbutter und Honig können nicht dick genug
geschmiert werden. Mt. Cook ist immer noch in Wolken gehüllt, hier ist es nur bedeckt. Aber der Wind hat
aufgefrischt und kommt natürlich aus der falschen Richtung. Ich bereite mich mental auf ein hartes
Stück Arbeit vor, denn die folgende Straße ist völlig windausgesetzt. Ich schleiche also los,
es geht aber besser als gedacht. Nach einiger Zeit dreht die Straße und durch einige Hügel habe ich
jetzt Seiten- bis Rückenwind. Ich kann das Fahren auf den endlosen Geraden genießen ohne Angst zu
haben, in den Kanal geweht zu werden. Auf der ganzen Strecke bis Tekapo begegnet mir nur ein Auto. Dort
angekommen bin ich mal wieder der einzige Radfahrer. Seb schreibt mir per SMS, dass sein Kreuzband angerissen
ist. Er war beim MRT. Wir telefonieren dann und beratschlagen das weitere Vorgehen. Er überlegt sogar,
zurückzufliegen, denn das Wetter ist überall bescheiden ohne Hoffnung auf baldige Besserung und er
kann kaum laufen. Wir wollen das morgen noch mal sehen. Abends trifft leider kein weiterer Radler ein.
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8.12. - Zurück in die Ebene, 95 km 3D-Ansicht
Es ist sonnig, so dass ich die Gelegenheit nutze, die obligatorischen Fotos am See zu machen. Leider sind
die Japaner schon da, ich muss also warten, bis alle ihre Fotos, auf denen sie ja immer mit drauf sein
müssen, gemacht haben. Dann fahre ich über die Hochebene Richtung Fairlie. Es bieten sich erneut
grandiose Ausblicke auf die Alpenkette. Der Anstieg zum Burkes Pass ist kaum spürbar, danach rolle ich
hinunter in eine andere Landschaft. Es wird merklich grüner und dichter besiedelt. Die Straße
führt durch ein Tal, ehe bei Fairlie die hohen Berge in den Hintergrund treten. Plötzlich höre
ich ein Kreischen direkt hinter mir. Als ich mich umdrehe, fliegt eine "Magpie" (Elster) über mir und
attackiert mich. Mit einem Armzug scheuche ich sie weg. Da muss doch Nigel im Pedallers Paradise Recht haben,
dass die Vögel zur Brutzeit Radler angreifen. Und ich dachte, es wäre ein Witz... Nach einem leckeren
Eis geht es weiter nach Geraldine. Die Straße führt über mehrere Hügel durch Farmland,
kurz vor dem Zielort kann man über die Canterbury Plains bis zum Pazifik blicken. In Geraldine treffe ich
Christian wieder. Er will aber noch weiter bis Peel Forrest. Nach Tagen kann ich wieder im Supermarkt einkaufen
und hole mir noch Batterien für meine Kamera. Seb teilt mir abends mit, dass er seinen Rückflug
umgebucht hat und in fünf Tagen abfliegt. Also werde ich noch mal nach Christchurch fahren.
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9.12. -.Kälte und tiefe Wolken auf der schiefen Ebene, 87 km 3D-Ansicht
Das Ziel ist heute die Raikaia Gorge. Die Straße führt entlang der Berge, ich hoffe also auf gute
Aussichten. Das Profil ist absolut eben, jedoch leicht ansteigend, da die Canterbury Plains eine schiefe Ebene
sind. Im Süden sehe ich den Himmel offen, hoffe also, dass es hier auch aufreißt und fahre los.
Kilometerlange Geraden werden bei leichtem Gegenwind zur Tortur. Und die Berge bleiben in den Wolken, die so
tief hängen, dass man die Berge nicht mal erahnen kann. In den wenigen Ortschaften ist nichts los. Mir
wird kälter und die Feuchtigkeit kriecht überall rein, dass ich immer mehr anziehen muss. Von
entspannendem Radeln ist keine Spur. In Mt. Somers erwarte ich ein Takeaway, leider gibt es nur ein kleines
Dairy. Ich gönne mir viel Süßes, ich brauche Energie. In Stavely gibt es ein Café, hier
kann ich mich mit einer heißen Schokolade aufwärmen. Das Schmuddelwetter bleibt. Nach längerer
Zeit breche ich gestärkt auf und radle in fast meditativer Stoigkeit weiter. Einzige Abwechslung ist dann
die rauschende Abfahrt in die Schlucht, die unvermittelt aus der Ebene abfällt. Der Zeltplatz direkt am
Fluss ist sehr schön, hat allerdings keine Duschen oder Küche. Nach einer Riesenportion Nudeln mache
ich eine Wanderung am Fluss und gehe abends in die naheliegende Lodge. Mit einigen "Locals" trinke ich dort ein
paar Bier und erfahre etwas über das Haus- und Grundstückswesen, hier, über Makler und dass man
hier zum Spaß angelt, ohne den Fisch zu essen. Und als ich zurückkomme, wer steht mit seinem Zelt
neben mir? Christian. Leider sind die Unterhaltungen mit ihm schwierig, da er kaum Englisch spricht und ich gar
kein Französisch.
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10.12. - Zurück nach Christchurch, 94 km 3D-Ansicht
Morgens scheint die Sonne, ich kann Mt. Hutt über der Schlucht sehen. Aber über der Ebene ziehen
schon Wolken heran. Ich verabschiede mich von Christian, da ich schnell nach Christchurch will. Die Wolken sind
sehr schnell da. Ich strampele aus der Schlucht heraus, mittlerweile herrscht starker Wind. Den habe ich
zunächst von der Seite. Ich entscheide mich für die Nebenstrecke über Horarata, sieht eh alles
gleich aus und geht nur geradeaus. Anfangs habe ich super Rückenwind und rase mit 40 an den Hecken
entlang. Leider dreht der Wind und kommt schließlich von der Seite und schräg von vorn. In Charing
Cross treffen neun Straßen aufeinander. Sonst ist da gar nichts. Kurz vor Christchurch ist mittlerweile
wieder eher Rückenwind, dafür fängt es aber an zu regnen, und zwar richtig. Dazu kommt, das ich
jetzt auf der Straße zur Westküste fahre und entsprechend viel Verkehr herrscht. Aber irgendwann ist
das vorbei, ich rausche vorbei an den Staus in der Stadt und treffe Seb auf dem Zeltplatz. Ich bin völlig
nass und sehne mich nach einer warmen Dusche. Danach geht es in die Mall, ordentlich im dortigen Foodcourt
essen. Indisch. Danach gehen wir noch ins Kino, es läuft National Treasure. Naja. Schließlich
lässt der regen nach, wir holen uns ein Paar Bier und quatschen lange.
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11.12. - Christchurch #1
Wir fahren mit dem Bus in die Stadt, erst mal zu Starbucks am Cathedral Square. Den ganzen Tag gammeln wir
herum. Nachmittags kaufen wir ordentlich ein und machen ein großes Barbecue auf dem Zeltplatz. Wir
treffen viele andere Radler, der Zeltplatz ist für viele Start- oder Zielort. Ich überlege, was ich
weiter mache. Das Wetter sieht für die nächsten Tage allenfalls mäßig aus. So rechte Lust
habe ich nicht. Eigentlich wollte ich an die Westküste, spiele aber auch mit dem Gedanken, in Richtung
Picton oder Abel Tasman mit dem Bus zu fahren.
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